Charité Birth Cohort Study

Früherkennung von Herz-Kreislauf-Risiken ab Lebensbeginn

 

Ein Beitrag zur Prävention kommender Generation

Mit der Charité Birth Cohort Study leistet das Friede Springer – Cardiovascular Prevention Center einen wichtigen Beitrag zur Erforschung früher Krankheitsursachen und zur Entwicklung zukunftsweisender Präventionsstrategien. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Herz-Kreislauf-Gesundheit langfristig zu schützen. Von Beginn des Lebens an und über Generationen hinweg.

 

Herzgesundheit von Anfang an verstehen

Die Charité Birth Cohort Study ist eine langfristig angelegte wissenschaftliche Beobachtungsstudie unter dem Dach des Friede Springer – Cardiovascular Prevention Center (FS-CPC) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Ziel der Studie ist es, die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser zu verstehen und zwar bereits in einer sehr frühen Lebensphase: während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren.

 

Wissenschaftlicher Hintergrund

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen und sind nach wie vor die häufigste Todesursache. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass viele dieser Erkrankungen nicht erst im Erwachsenenalter entstehen, sondern ihren Ursprung bereits vor der Geburt haben können. Neben genetischen Faktoren spielen dabei auch Bedingungen im Mutterleib eine zentrale Rolle.

In der Fachwelt wird in diesem Zusammenhang von fetaler Programmierung gesprochen. Gemeint ist, dass Einflüsse während der Schwangerschaft (etwa Blutdruck, Stoffwechsel, Ernährung oder hormonelle Veränderungen der Mutter) die langfristige Gesundheit des Kindes mitprägen können. Diese Effekte bleiben häufig über viele Jahre unbemerkt, können jedoch das spätere Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen.

Charité Birth Cohort Study am FS-CPC Berlin: Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab Schwangerschaft und früher Kindheit
Entwicklung der Herz-Kreislauf-Gesundheit von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter.

Fokus der Studie

Die Charité Birth Cohort Study untersucht sowohl die Anpassungsprozesse des mütterlichen Herz-Kreislauf-Systems während der Schwangerschaft als auch die frühe Entwicklung des Kindes. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf vorübergehenden Schwangerschaftskomplikationen wie erhöhtem Blutdruck, Präeklampsie oder Schwangerschaftsdiabetes. Obwohl diese Veränderungen nach der Geburt meist abklingen, können sie wertvolle Hinweise auf spätere gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind liefern.

Durch die systematische Erfassung klinischer Daten, biologischer Proben und langfristiger Entwicklungsverläufe sollen frühe Warnzeichen identifiziert und biologische Zusammenhänge besser verstanden werden. Auf dieser Grundlage möchte das FS-CPC neue Ansätze für Prävention und Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln.

 

Langfristige Beobachtung und Forschungsperspektive

Ein zentrales Merkmal der Studie ist ihr Langzeitansatz. Neben Untersuchungen während der Schwangerschaft und rund um die Geburt werden Mutter und Kind über viele Jahre hinweg begleitet. Die Entwicklung der Herz-Kreislauf-Gesundheit wird dabei in verschiedenen Lebensphasen beobachtet, von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter.

Dieser langfristige Blick ermöglicht es, gesundheitliche Entwicklungen über Generationen hinweg nachzuvollziehen und die Weichen für eine nachhaltige Präventionsforschung zu stellen, die weit über den individuellen Einzelfall hinausreicht.

Projekt-Mitarbeitende

  • Prof. Elisabeth Steinhagen-Thießen, Studienleitung
  • Fevronia-Foivi Megalofonou, Studienärztin

Wenn Sie an der Studie teilnehmen möchten: FSCPC Birth Cohort Study Flyer